Was Sie vor und nach einer Permanent Make up Behandlung beachten sollten

Für ein Permanent Make up sind zwei und in einigen Fällen auch drei Behandlungstermine erforderlich. Das endgültige Ergebnis wird erst in etwa drei Wochen nach der letzten Behandlung sichtbar. Also, keine Sorge, wenn die Farben nach der ersten Sitzung noch etwas blass oder etwas zu dunkel ausgefallen sind und in der Farbintensität leicht unregelmäßig erscheinen. Darum sind Nachbehandlungen erforderlich.

Um den gewünschten Erfolg zu erzielen beachten Sie bitte folgende Hinweise:
Wenn Sie sich vor Ihrer ersten Behandlung ängstigen, sehr aufgeregt und angespannt sind, vielleicht Schmerzen und Schwellungen befürchten, kann eventuell die Einnahme eines Schmerzmittels empfehlenswert sein. Sie sollten jedoch, wegen der blutverdünnenden Wirkung, auf keinen Fall Aspirin einnehmen! Blutverdünnende Medikamente, exzessiver Genuss von Alkohol und/oder Kaffee wirken sich ungünstig bei einer Permanent Make up Behandlung aus. In diesen Fällen kann es während der Behandlung zu unnötigen Blutungen kommen. Dadurch werden die Farben teilweise wieder ausgeschwemmt und es kommt anschließend nicht zu einem optimalen Farbergebnis. Um Schwellungen zu reduzieren kann Arnika, ein pflanzliches Mittel, schon einige Tage vor dem Behandlungstermin eingenommen werden.
An dieser Stelle möchte ich jetzt schon einmal erwähnen, dass all Ihre Ängste und Befürchtungen sich am Ende nicht bestätigen werden.

Wenn Sie ein Permanent Make up an den Lippen geplant haben und zu den Personen zählen, die schon einmal einen Lippenherpes gehabt haben, können Sie schon einige Tage vor Ihrem Termin, prophylaktische Maßnahmen ergreifen. Verwenden Sie z.B. 4 Tage vor Ihrem Behandlungstermin regelmäßig eine Herpessalbe. Diese sollte dann auch nach der Behandlung weiterhin regelmäßig aufgetragen werden. Jedoch – trotz unterschiedlicher prophylaktischer Maßnahmen, die angewendet werden können, kann ein Herpesausbruch nach einer Lippenbehandlung nie ganz ausgeschlossen werden. Vorbeugende Maßnahmen können aber helfen den Herpes bei einem Ausbruch zu mildern. Sollte bei Ihnen, trotz Prophylaxe, ein Herpes nach der ersten Lippenpigmentierung ausgebrochen sein, ist die gute Nachricht: wenn Sie, für die anstehende Nachbehandlung erneut Ihre prophylaktische Maßnahme anwenden, bricht der Herpes in den allermeisten Fällen nicht mehr aus oder tritt nur sehr geringfügig auf.

WARNUNG!
Sollte bei Ihnen schon einmal ein Herpes in der Nähe des Auges aufgetreten sein, rate ich Ihnen unbedingt von einer Lidstrich-Pigmentierung ab! Wenn ein Herpes am Auge auftritt, besteht immer die Gefahr, dass der Herpes auf die Augenhornhaut übergreift. Dies kann im schlimmsten Fall zur Erblindung führen!

Bei einem frisch angelegten Permanent Make up wirken die eingebrachten Farben manchmal recht dunkel und intensiv. Dies ändert sich aber nach ein paar Tagen, wenn die dünnen Farbkrusten/Farbschichten abgefallen sind und die Pigmentierung nach ca. einer Woche verheilt ist. Während der Abheilung dürfen die fein aufliegenden Farbkrusten auf gar keinen Fall abgekratzt oder abgerieben werden! Denn dadurch kann auch Farbe, die unter der Haut noch nicht verheilt ist, mit entfernt werden. Dies kann zu Fehlstellen im Farbergebnis führen und die Pigmentierung wirkt dadurch unvollständig.

Eventuelle Schwellungen können gekühlt werden (Kühlpads). Jedoch sollte während des Abheilungsprozesses möglichst kein Wasser oder Feuchtigkeit auf die behandelten Stellen gelangen. Tragen Sie kein Make up auf eine frisch pigmentierte Stelle auf (auch keine Wimperntusche unmittelbar nach einer Lidstrich-Pigmentierung!). Auch Saunabesuche sind in den ersten Tagen nicht gestattet, sowie intensive UV-Bestrahlung sollte für ca. drei Wochen vermieden werden.

Wenn Sie gesund sind, ausgeruht und entspannt, wird eine Behandlung stressfrei und völlig unproblematisch verlaufen.