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Die richtige Farbwahl treffen
Ich höre immer wieder, dass fälschlicherweise behauptet wird, dass die Haltbarkeit eines Permanent Make-ups 3-5 Jahre beträgt. Jede Haut nimmt die Farben unterschiedlich an. Bei einigen wirken bestimmte Farben sehr intensiv und bei anderen wiederum nicht intensiv genug. Außerdem spielen der Hautstoffwechsel und die Hautstruktur eine Rolle. Auch der Heilungsverlauf, die Implantationstiefe, das Pflegeverhalten und die Sonnenbestrahlung wirken sich auf die Haltbarkeit eines Permanent Make-ups aus.
Vor der Pigmentierung eines Permanent Make-ups wird der Kundin oftmals der gewählte Farbton gezeigt, indem man ihr die Farbe auf den Handrücken streicht. Es ist aber eine Tatsache, dass Farben, die in der Flasche oder auf der Haut gut aussehen, in der Haut völlig anders wirken. Weil jede Haut in ihrer Stärke, Pigmentierung, Durchblutung und pH-Wert unterschiedlich ist, kommt es immer zu unterschiedlichen Farbergebnissen in der Haut und auch zu einer unterschiedlichen Haltbarkeitsdauer. Außerdem habe ich beobachtet, dass sich Pigmentierfarben nach einiger Zeit in der Haut verändern können. Dies ist zum Beispiel durch bestimmte Lebensgewohnheiten, wie häufiges Sonnenbaden oder UV-Bestrahlung im Solarium möglich. Auch durch die Gabe oder Einnahme von bestimmten Medikamenten, Hautpflegemitteln, Nahrungsmitteln usw., kann es zu Farbveränderungen kommen.
Der Grund einer Farbveränderung kann aber auch in der Zusammensetzung der Pigmentierfarben liegen. Augenbrauenfarben werden in der Regel aus gelb, rot, schwarz und weiß in unterschiedlichen Verhältnissen gemischt. Da die helleren Farbpigmente weniger stabil sind als die dunkleren, kann es nach einiger Zeit zu einem veränderten Farbverhältnis unter der Haut kommen. Die Augenbrauen erscheinen dann plötzlich rötlich oder lila.
Permanent Make-up-Farben werden meistens aus organischen und anorganischen Pigmenten hergestellt. Bei den organischen, sowie bei den anorganischen unterscheidet man zwischen natürlichen und künstlichen, bzw. synthetischen Farbpigmenten. Bei den organischen sind die natürlichen tierische und pflanzliche Farbstoffe, wie z.B. Purpurschneckensekret, Kuhurin oder Henna und Blätter. Aber wegen der geringen Farbechtheit und ihres hohen Allergiepotenzials werden diese Farbstoffe in Permanent Make-up-Farben nicht verwendet. Zu den künstlichen gehören Farblacke und Färbemittel, die mit Substanzen gemischt werden, um bestimmte anwendungstechnische Eigenschaften zu erzielen. Den natürlichen, anorganischen Farbpigmenten gehören Erde und Mineralien an. Zu den künstlichen zählen die synthetisch hergestellten Erd- und Mineralpigmente, die durch Fällen und Glühen anorganischer Grundstoffe gewonnen werden.
Da die Farbstabilität bei den organischen Pigmenten geringer ist als bei den anorganischen, kann es nach einer gewissen Zeit zu einem sogenannten Farbumschlag kommen. Das bedeutet, die Pigmentfarbe hat sich unter der Haut verändert.
Eine Hautanalyse und die Bestimmung des Hautuntertons, kann einer Farbveränderung in der Haut vorbeugen.
Bei einem olivefarbenen Hautunterton besteht die Tendenz, dass bei einer Augenbrauenpigmentierung bestimmte Farben etwas blau-grau oder grün-grau wirken können. Für diese Hauttypen sollte ein warmer, bräunlicher Ton gewählt oder mit einem orange-gelblichen Ton korrigiert werden. Bei einem rötlichen Hautunterton können wiederum bestimmte Augenbrauenfarben manchmal etwas rötlich oder orange wirken. Für diese Hauttypen wählt oder korrigiert man am besten mit einem Taupe, bzw. einem schlammfarbenen oder grünlichen Farbton. Lippen, die z.B. zu bläulich oder lila wirken, würde man mit einem gelb-orange pigmentieren oder korrigieren. Durch das Hinzufügen der Komplementärfarbe kann also ein unerwünschter Farbton neutralisiert werden.
Auf gar keinen Fall sollten Tätowierfarben im Gesicht verwendet werden! Da diese Farben anders aufgebaut sind als Permanent Make-up Farben, können Tätowierfarben im Gesicht irreparable Schäden anrichten. Zum Beispiel kann es zu Verätzungen an den Schleimhäuten, Entzündungen, Narbenbildungen und zu vielen anderen schwerwiegenden Schäden kommen. Bei Permanent Make-up-Farben von deutschen Herstellern kann man in der Regel aber ziemlich sicher sein, dass alle Vorschriften der Kosmetikverordnung eingehalten wurden, die Pigmente weitgehend rein von Schadstoffen sind und dermatologischen Tests unterzogen wurden. Die Behauptung: “wir arbeiten nur mit medizinischen Farben“, ist reine Augenwischerei, da es keine medizinischen Farben auf dem Markt gibt. Die Anbieter erhoffen sich mit dieser Aussage nur das Vertrauen Ihrer Kunden zu erschleichen.
Sollten Ihre Augenbrauen oder Lippen durch ein Permanent Make-up
einen unerwünschten Farbton angenommen haben,
melden Sie sich bei mir. Ich berate Sie gern. Ihre,
ANETTE ROBINSON
KÜNSTLERIN & VISAGISTIN
HAMBURG 040-40196095
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