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HYGIENE im Tätowier-, Piercing-, und Permanent Make-up-Bereich
An dieser Stelle möchte ich einmal die HYGIENE im Tätowier-, Piercing-, und Permanent Make-up-Bereich zum Thema machen. Ein Thema, dem nach wie vor viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Leider muss ich immer wieder feststellen, dass selbst Personen, die schon viele Jahre in diesen Bereichen tätig sind, keine ausreichenden, zum Teil ungenügende, ja sogar mangelhafte Vorkehrungen treffen, um ihre Kunden und auch sich selbst vor ansteckenden Krankheiten zu schützen.
Wenn Haut und Schleimhäute durch Instrumente und Nadeln durchstoßen werden, besteht immer eine erhöhte Infektionsgefahr. Die meistgefürchtetsten, übertragbaren Krankheiten in den oben genannten Bereichen sind Herpes, H.I.V. und Hepatitis (vor allem Hepatitis-B); wobei die beiden zuletztgenannten tödlich enden können! Ansteckungsgefahr besteht bei infiziertem Blut und Wundsekreten, infizierten Nadeln und Instrumenten und durch infiziertes Material und Gegenstände. Daher ist es äußerst wichtig, jede Person mit absoluter Sorgfalt und unter strenger Beachtung aller HYGIENEVORSCHRIFTEN zu behandeln.
Die Oberflächen von Behandlungstischen und Liegen, Arbeitshockern und Leuchtlupen müssen vor und nach jeder Behandlung vorschriftsmäßig mit einem Desinfektionsmittel gesäubert und desinfiziert werden. Aus hygienischen Gründen müssen sämtliche Inhalte aus diversen Behältern immer mit Spateln oder mit eigens dafür bestimmten Gegenständen entnommen werden; niemals mit den Fingern! Aus den Aufbewahrungs-
behältern entnommenes Material, wie z. B. auch Zellstoffe, Wattestäbchen, Einmal-Untersuchungshandschuhe, etc., sollten niemals wieder zurückgelegt werden! Vor und nach jeder Behandlung müssen die Hände gründlich gewaschen und desinfiziert werden. Bevor die zu behandelnde Person überhaupt berührt wird, sollten selbstverständlich Einmal-Untersuchungshandschuhe angezogen werden.
Natürlich müssen für jede neue Behandlung auch neue Nadeln und frische Pigmentfarbe (am Besten in Einweg-Farbkappen) abgefüllt werden. Gebrauchte Farbtöpfchen und bereits entnommene Pigmentfarbe muss nach der Behandlung mit sämtlichen Einweg- bzw. Wegwerfmaterialien vorschriftsmäßig entsorgt werden. Nadeln sollten nach einmaligem Gebrauch grundsätzlich immer entsorgt werden und nicht sterilisiert und dann bei der/dem nächsten Kundin/Kunden wiederverwendet werden. Oftmals musste ich feststellen, dass gebrauchte Nadeln sogar in Tüten verpackt und Farbreste in verschließbaren Farbkappen für die Nachbehandlung der/des Kundin/Kunden aufbewahrt werden. Dies birgt natürlich das hohe Risiko der vermehrten Ansammlung von Bakterien und Viren.
Damit Sie Ihren Körperschmuck für lange Zeit und ohne Risiko genießen können, achten Sie unbedingt auch auf die persönliche HYGIENE der Person, die Sie behandelt, auf die Sauberkeit der Behandlungsräume, sowie der sanitären Anlagen des Studios.
Ich wünsche Ihnen Gesundheit und viel Spaß am Leben.
Ihre ANETTE ROBINSON
